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Die derzeitigen Kopierschutzarten
und wie man diese erkennt
AUDIO Kopierschutz
Key2Audio
Bislang war das
Kopieren von Audio-CDs problemlos. Brennprogramme wie Feurio, Nero Burning Rom
und Win on CD haben diese automatisch erstellt. Aber auch die aktuellen Kopierschutzarten
hindern nicht an dem erstellen einer Sicherungskopie.
Obwohl PC-Laufwerke
durch Key2audio geschützte CDs nach dem Einlegen nicht erkennen, lässt
sich mit Clone-CD eine Sicherheitskopie erstellen. Als erfolgsversprechend erweisen
sich dabei die Leseeinstellungen "SubChannel Daten von Daten Tracks",
"SubChannel Daten von Audio Tracks" und "Intelligente Suche nach
defekten Sektoren" bei maximal 4fachem Tempo sowie die Schreibeinstellungen
"Laser Power Calibration durchführen", "Letzte Session immer
schließen" und "Subchannel Daten nicht reparieren" bei
maximal 6fachem Tempo. Hinweis: Das Einlesen einer Single etwa dauert rund 30
Minuten. Die Sicherheitskopie lässt sich danach problemlos in jedem CD-Player
abspielen. Im PC spielt allerdings nur der Brenner, in dem die Sicherheitskopie
erstellt wurde, die Musikkopie ab. Erkennen kann man einen Key2Audio an der
Aufschrift Sony DADC auf dem Innenring. MP3-Dateien lassen sich von einigen
so angelegten Kopien erstellen.
Cactus
Data Shield 100
Cactus Data Shield
100 kann nicht auf dem PC abgespielt werden. Eine 1:1 Kopie mit CloneCD geht
nur mit den angegebenen Laufwerken in der Brennerinfo wobei es sich hier hauptsächlich
um Plextor Geräte handelt. Das zum einlesen des CDS100 ist das Plextor
PX 40TSI (SCSI).Der Kopierschutz von Midbar schreibt eine falsche Lead-out-Angabe
in den Toc.
Cactus
Data Shield 200
Cactus Data Shield
200 lässt sich ebenfalls sehr oft umgehen: So geschützte Musik-CDs
ließen sich mit Feurio, Nero Burning ROM und Win on CD kinderleicht kopieren.
Nur auf den ersten Musiktrack galt es zu verzichten. Alle anderen Programme
scheiterten bei unseren Tests an Cactus Data Shield 200: Blindread startete
zwar den Einlesevorgang, blieb aber stundenlang bei 0 Prozent hängen. Clone
CD las stundenlang nicht existente, fehlerhafte Sektoren ein. Beide Programme
suchten vergeblich nach dem Anfang von Track 1, der absichtlich fehlerhaft in
der TOC eingetragen ist. Anstandslos klappt allerdings das Einlesen mit den
Plextor-Geräten Ultraplex 40max, Plexwriter 16/10/40 und Plexwriter 24/10/40.
Diese Laufwerke können mit der aktuellen Firmware-Version, unabhängig
vom Inhalt der TOC, die Rohdaten auslesen. Brennen lässt sich die dabei
entstandene Image-Datei mit jedem CD-Brenner. Das Ergebnis: eine nicht geschützte
Musik-CD, die in jedem CD-Brenner und PC-Laufwerk funktioniert. Auch lassen
sich von allen so erstellten Kopien MP3-Dateien generieren. Erkennen kann man
den Schutz an der CACTUSSPJ.EXE und an der AUTORUN.INF die sich auf der CD befinden
und den Zweck zu erfüllen haben das die CD am PC abzuspielen geht. Die
Entwickler der Profi-Kopierprogramme Blindread und Clone CD dürften schon
bald Updates veröffentlichen, die diese Möglichkeit auch anderen Brennern
per Software eröffnen.
SaveAudio
Das kalifornische
Unternehmen Macrovision hat mit SafeAudio ein Verfahren entwickelt, um das Rippen
von Musik-CDs zu unterbinden. Das neue Verfahren hat allerdings einen erheblichen
Nachteil für die Unternehmen, die es für ihre urheberrechtlich geschützten
CDs einsetzen wollen: Es lässt sich mit einem schon länger bekannten
Trick umgehen, wie The Register berichtet. Kommerzielle Musik-CDs mit der neuen
Kopierschutz-Technologie sind in den USA seit letztem Monat zu Testzwecken in
den Handel gekommen. Das SafeAudio-Verfahren "beschädigt" die
Daten auf der CD. HiFi-CD-Player können diese Fehler jedoch herausfiltern,
so dass der Hörer trotzdem einen perfekten Musikgenuss erlebt. CD-Laufwerke
in einem PC sind dazu jedoch nicht in der Lage, wodurch es nicht mehr möglich
ist, die mit SafeAudio geschützten CDs zu rippen. Versucht man es trotzdem,
so bekommt der Anwender eine Fehlermeldung und der Vorgang wird abgebrochen.
Doch Macrovision hat die Rechnung ohne findige Musikfreaks gemacht. Mit einem
modifizierten CD-ROM-Treiber lassen sich die Tracks auf der CD in Windows Explorer
als .WAV-Dateien anzeigen. Diese kann man per Drag&Drop nach Belieben auf
die Festplatte ziehen. Dazu muss nur der Standard Windows CD-ROM-Treiber (CDFS.VXD
Compact Disc File System) durch einen veränderten cdfs.vxd-Treiber ersetzt
werden. Der alternative CD-ROM-Treiber CDFS.VXD 4.00.1030 ist schon länger
bekannt. Neu ist nur die Erkenntnis, dass sich damit auch der Kopierschutz von
Macrovision aushebeln lässt.
MediaCloq 1.0 & 2.0
- Die Version
1.0 kenzeichnet alle Musikstücke als Datenspur. Viele CD-Rom laufwerke
können damit nicht umgehen. Unter Windows kann man lediglich eine daten
CD erkennen
- Die Version
2.0 unterteilt die CD in mehrere separate Teile, wobei das Inhaltsverzeichnis
des 2,ten Teils nicht zu lesen ist..
DATEN Kopierschutz
Lockblocks
Lock-Blocks geschützte
CD´s können mit CloneCD einwandfrei kopiert werden. Der Kopierschutz
an sich funktioniert folgendermassen. Auf der CD sind ganze Blöcke von
defekten Sektoren enthalten. Auf der Datenspur der CD befinden sich 2 sichtbare
"Ringe" mit den Grössen von jeweils 3 mm und 5 mm. Diese sind
sichtbar, weil an diesen Stellen keine Daten vorhanden sind. Wenn man das jeweilige
Programm mit diesem Kopierschutz gestartet wird, wird die CD auf diese defekten
Sektoren untersucht. Und wenn die kopierte CD keine solche Daten enthält,
wird der Lesevorgang abgebrochen. Einige Laufwerke haben auch mit CloneCD massive
Schwierigkeiten diesen Kopierschutz zu lesen, meist dauert es jedoch nur ein
bisschen länger. Achtung: Der Bad-Sector Scanner sollte unbedingt aktiviert
werden!
Safedisc
Der SafeDisc Kopierschutz
beruht auf defekten Sektoren, die an verschiedenen Stellen am Anfang einer CD
angebracht sind. CD´s mit diesem Kopierschutz können von CloneCD
kopiert werden. Wenn das Spiel gestartet wird, werden einige Stellen der CD,
die normalerweise defekte Sektoren enthalten auf diese überprüft.
Wenn keine defekten Sektoren gefunden werden, wird man vom Kopierschutz aufgefordert,
die originale CD einzulegen. Im Root Verzeichnis auf der CD sind normalerweise
folgende Dateien zu finden: 00000001.TMP, CLCD16.DLL, CLCD32.DLL und CLOKSPL.EXE.
Im Installationsverzeichnis sind ab und zu, aber nicht immer folgende Dateien
zu finden: GAME.EXE und GAME.ICD. Ab und zu sind diese beiden Dateien auch im
Root Verzeichnis enthalten.
SaveDisc 2
Das neue Safedisc 2-Verfahren ist ein populärer PC-Spieleschutz,
der es selbst klassischen RAW-Brennern unmöglich macht, eine Sicherungskopie
zu erstellen. Mit ihm werden so beliebte Spiele wie Diablo II oder Siedler IV
geschützt. Das Verfahren nutzt die "schwachen Sektoren", die
nur wenige CD-Brenner perfekt klonen können. Die Sektoren können zwar
problemlos von der Original-CD gelesen werden, auf einer Kopie treten aber Leseprobleme
auf, die der Kopierschutz-Code erkennt. Die CD wird als Kopie erkannt und zurückgewiesen.
Häufig laufen die Kopien auch nur in den Brennern, die die Kopie erstellt
haben ! Die Lösung ist ganz einfach, wenn man die neuste Version von CloneCD
hat:
Um sich eine Sicherungskopie
zu toasten, brauchen Sie ein CD-ROM-Lese-Laufwerk, das mit CloneCD kompatibel
ist und Subchannels lesen kann, wie etwa die meisten PlexWriter-CD-ROMs. Mit
diesem Laufwerk erstellen Sie eine Imagedatei mit CloneCD. Um die Imagedatei
korrekt zu schreiben, benötigen Sie einen Brenner, der die „Eight
to Fourteen“-Modulation (EFM) beherrscht. Derzeit können das nur
neuere Geräte (s.o.). Doch auch mit ganz normalen Brennern können
Sie teilweise Safe Disc 2 knacken: Ab der Version 3.2 hat CloneCD die neue Option
"Schwache Sektoren verstärken" eingebaut (siehe Bild). CloneCD
überwindet SafeDisc 2 geschickt über eine Prüfsummen-Emulation,
die der Kopierschutz-Software schwache Sektoren vorgaukelt. Auch gegen den Kopierschutz
SafeDisc2 ATIP hat CloneCD das passende Gegenmittel: Klicken Sie mit der rechten
Maustaste auf das CloneCD-Icon im Systray und aktivieren Sie einfach die Option
Secu Rom
Der Kopierschutz
SecuROM wurde von SonyDADC entwickelt. Er erkennt die Original-CD mit Hilfe
einer digitalen Signatur. Während des Mastering-Prozesses wird eine einmalige
Identifikationsnummer in das Glasmaster eingebettet. Startet das Spiel, überprüft
SecuROM, ob die eindeutige Kennung auf der CD-ROM existiert. Wenn nicht, bricht
es den Vorgang ab. SecuROM existiert in fünf Versionen. Stets fragt das
Programm diskrete Identifikationen ab wie bei Laserlock. Es werden jedoch keine
zusätzlichen physikalischen Hindernisse eingebaut. Man sagt, SecuROM schütze
weniger effektiv als Laserlock. Tatsächlich gelang es uns schnell, eine
SecuROM-geschützte CD zu kopieren. Die Merkmale einer SecuROM-geschützten
CD sind die Dateien CMS16.DLL, CMS_95.DLL oder CMS_NT.DLL. Sie befinden sich
im Root-Verzeichnis . Ein weiterer Anhaltspunkt ist Sonys DADC-Logo auf dem
inneren Ring der CD.
SecuRom -NEW-
Die Haupt Exe des
Games ruft die SecuRom Protection auf. SecuRom fragt den Volume Name der CD
und eine Digitale ID im SubChannel Berich ab. Wenn die CD als Original erkannt
kann die EXE unverschlüsselt gestartet werden. In seltenen Fällen
werden defekte Sektoren zur Authentifizierung benutzt. Außerdem "erkennt"
SecuRom *new*, wenn man das Spiel von einer CDR starten will. Dazu liest es
die Informationen in der ATIP aus, in der ATIP sind die Informationen wie Hersteller,
Länge oder Geschwindigkeit gespeichert. Da nur CD-Recorder die ATIP auslesen
können, sollte die Kopie nur im CD-ROM Laufwerk gestartet werden. Die ATIP
Abfrage kann mit CloneCD umgangen werden. Dafür muss im Systray die Option
"CD-R Medien verstecken" gewählt werden.
CD-Cops
Der Kopierschutz
CD-Cops der Firma Link Data Security kann momentan noch nicht mit CloneCD kopiert
werden. Zumindest gibt es noch keine offizielle Bestätigung dafür.
Es gab jedoch schon Gerüchte, dass die Kopien mit Mitsui Rohlingen und
bestimmten Brennermodellen einwandfrei funktionieren sollen. Die CD lässt
sich zwar einlesen und auch zurückbrennen, aber wenn man das jeweilige
Programm starten will, erkennt der Kopierschutzmechanismus, dass die CD kopiert
wurde. Warum dieser Kopierschutz bei CloneCD nicht mitkopiert werden kann? Ganz
einfach: der Kopierschutz funktioniert folgendermaßen:
Die Startposition der Daten (Lead-In) wird vom Laser ertastet und ungefähr
ausgemessen. Diese Daten werden umgerechnet und so erkennt der PC ob es eine
Kopie ist oder nicht. Die Startposition der Daten hängt nämlich immer
von den Rohlingen und den verwendeten Brennern ab. Ist diese Position falsch
(z.B. bei einer gebrannten CD) so wird dies vom Kopierschutz erkannt.
LaserLock
LaserLock der
Firma MLS LaserLock International kann einwandfrei mit CloneCD kopiert werden.
Auf der CD sind mehrere defekte Sektoren enthalten. Meistens befinden sich alle
auf einem Teil der CD und sind nicht an verschieden Stellen verteilt wie bei
dem Kopierschutz SafeDisc. Ausserdem befindet sich auf der CD ein verstecktes
Verzeichnis namens "LaserLock", welches unlesbare Daten beinhaltet.
Diese Dateien führen auf die defekten Sektoren, was das Einlesen von diesen
verhindert. Das Einlesen der CD dauert länger als bei normalen CD´s,
da die CD-ROM Laufwerke erst einmal mit den defekten Sektoren klarkommen müssen.
Wenn das jeweilige Spiel gestartet wird, wird die CD auf die jeweiligen defekten
Sektoren überprüft. Sollten keine defekten Sektoren vorhanden sein,
bricht das Spiel ab, da der Kopierschutz gemerkt hat, dass es kopiert wurde.
Meist wird der Kopierschutz einfach mitkopiert, fertig !
PSX Libcrypt
PSX-Info: Beim
Booten der PSX wird die Authentizität des Originals durch die Abfrage des
Startsektors auf der CD, der außerhalb des Lesebereiches eines normalen
CD-ROMs liegt, überprüft. Dieser Bereich der Original CD lässt
sich somit nicht einlesen und nicht kopieren, ein Mod-Chip wird in jedem Fall
benötigt. Bei älteren PSX-Geräten gab es die Möglichkeit
des Swap-Tricks, bei dem man zum Booten eine Original CD einlegte und erst nach
dem Booten die Sicherheitskopie. Die Besonderheit von Libcrypt geschützten
PSX-CDs besteht darin, dass ein Teil des Bereiches der Subchannels (P,Q, mit
jeweils 16Bytes Datenbreite je Sektor und R,S,T,U,V,W mit insgesamt 96Bytes
Datenbreite je Sektor) für eine sogenannte Digitale ID genutzt wird und
diese auf ihre Richtigkeit geprüft wird. Diese Digitale ID befindet sich
im Subchannel-Q und umfasst nur wenige Bit pro Sektor. Einige Prüfsummen
für den Subchannel-Q sind jedoch fehlerhaft. Werden nicht alle Subchannel
Daten komplett
ausgelesen und/oder nur Subchannel-Q Daten (16Bytes Datenbreite je Sektor) geschrieben,
werden alle Subchannel Daten automatisch korrigiert (genullt). Der Subchannel-Q
beinhaltet Daten über die Zeit des absoluten Beginns der CD und der Zeit
des relativen Beginns des/der CD Daten- oder Audio Tracks. Im Q-Subchannel Bereich
des Lead-In befindet sich ein Inhaltsverzeichnis der CD.
DiscGuard
Discguard geschützte
Software lässt sich durch folgende Merkmale erkennen: die Dateien "IOSLINK.VXD"
und "IOSLINK.SYS", befinden sich auf den CDs mit DiscGuard geschützter
Software oder im Installationsverzeichnis. Eine exe Datei wird Verschlüsselt
.Zum Entschlüsseln wir auf der CD eine Digitale Signatur (wahrscheinlich
im Subcode) angebracht. Ist diese Signatur auf einer Kopie nicht vorhanden,
läuft das Programm natürlich nicht.
ProtectCD
Wenn es sich vielleicht
beim dritt- und zweitletzten Track der CD um kurze Audio-Tracks von weniger
als 5 Sekunden Länge, gefolgt von einem letzten Daten-Track handelt.Weist
diese Struktur auf den Kopierschutz Protect-CD hin. Viele Brennprogramme geben
die Informationen über die CD-Struktur automatisch aus, wenn Sie ein neues
Projekt zum Kopieren einer CD anlegen. Einige besitzen aber auch einen Menüpunkt
wie "CD-Info", der Ihnen die Strukturdaten liefert. Bei Clone-CD beispielsweise
wählen Sie "Datei, CD lesen, Information über ausgewähltes
Gerät" und bei Discjuggler "Tools, Explorer" und klicken
doppelt auf das CD-ROM-Laufwerk. Win on CD bietet die Option "Recorder,
CD Info, Tracks", und bei Nero Burning ROM genügt es, "Recorder,
CD-Info" zu wählen, wenn die CD im Brenner liegt. Richtig aufschluss
bringt allerdings erst der Hexeditor dort befindet sich oft der eintrag Protected
CD.
Phenoprotect
Entwickelt von
Codecult. Phenoprotect integriert "Fehler" auf der CD, die für
das Brennen nicht ausgelesen werden und damit in der Kopie fehlen. Bei der Installation
des Spiels werden diese Daten abgefragt. Fehlen sie, stoppt die Installation.
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